Gewaltfreiheit in Palästina. Erfahrungen eines Beobachters für Menschenrechte

Vortrag am Dienstag, 20. März 2018, um 19.30 Uhr

Ulrich Leive, „Die Wanderer“, Bild 154 © Ulrich Leive In den Konfliktfeldern in Israel / Palästina erfahren und beobachten wir seit Jahrzehnten die Eskalation von Gewalt. Möglichkeiten und Ansätze, die vor Ort entworfen werden, um dieser Spirale zu entrinnen, hat der pax christi Diözesanverband Paderborn in den letzten Jahren immer wieder aufgegriffen.

Im Sommer 2017 war Reinhard J. Voß als Menschenrechts-Beobachter im Rahmen des EAPPI-Programmes des Weltkirchenrates (ÖRK - Ecumenical Accompaniment Program for Israel and Palestine) in Bethlehem / Palästina. Dazu gehörten Checkpoint-Beobachtung, Dorfbesuche, Präsenz bei Schikane oder Hauszerstörung, Kontakte knüpfen mit Bürgermeistern und Schulen, für Menschen in Not Kontakte zu Hilfsadressen herstellen, Zuhören und solidarische Präsenz.

In seinem Vortrag berichtet Reinhard J. Voß von seinen Erfahrungen als Menschenrechtsbeobachter in Israel / Palästina, bei denen sich folgende Einsichten herausschälen: Kultur der Akzeptanz — Kultur der Gesichtswahrung — Annäherung an Gerechtigkeit — Praxis interreligiöser Dialog.

Die Veranstaltung wird in Kooperation mit der pax christi Basisgruppe Paderborn durchgeführt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Den Flyer zur Veranstaltung finden Sie >>>hier...

Zur Person

Reinhard J. Voß (*1949) studierte Geschichte, Romanistik und Erwachsenenbildung in Gießen, Paris und Berlin und engagierte sich gemeinsam mit Horst-Eberhard Richter ab 1969 in der Obdachlosen- und Gemeinwesenarbeit in Gießen, später im Bereich der Neuen Sozialen Bewegungen. Der promovierte Historiker und Andragoge arbeitete 20 Jahre als Erwachsenenbildner für ökumenische Basisbewegungen, von denen er mehrere mit aufbaute (Ökumenische Initiative Eine Welt, Oekumenischer Dienst Schalomdiakonat/gewaltfrei handeln, Ökumenischer Informationsdienst).

Er nahm Lehraufträge zu Fragen der Ökumene und Konfliktbearbeitung wahr und arbeitete fast zwei Jahre als Trainer für den Zivilen Friedensdienst. Von 2001 bis 2008 war er Generalsekretär der deutschen Sektion der internationalen Katholischen Friedensbewegung Pax Christi. Ab Juli 2008 arbeitete er als Freier Autor, Moderator und Referent, bevor er von 2010 bis 2014 vor seinem Un-Ruhestand als Berater der Katholischen Kirche in die Demokratische Republik Kongo (Kinshasa) ging.

Über seine Erfahrungen und die Themen seines Engagements veröffentlichte er mehrere Bücher sowie zahlreiche Beiträge in Zeitschriften und Sammelbänden.