„Aurea luce - Betrachtungen zum Credo“

Geistliches Konzert in der Kapuzinerkirche am 2. August

Zum Start der Ausstellung „Credo - Christianisierung Europas im Mittelalter“ lädt die Bildungsstätte Liborianum zu einem besonderen Konzert in die Paderborner Kapuzinerkirche ein. Am Freitag, 2. August, wird dort um 19.30 Uhr geistliche Vokalmusik aus der Zeit der Renaissance zu hören sein. Es singt das ERANOS-Ensemble für Alte Musik unter Leitung von Prof. Frank Löhr.

Veranstalter sind die Bildungsstätte Liborianum und das Netzwerk Klosterlandschaft OWL. Der Eintritt kostet 10 € (ermäßigt: 8 €). Karten können ab dem 22. Juli am Empfang der Bildungsstätte Liborianum (An den Kapuzinern 5-7) erworben werden (telefonische Bestellungen unter 05251 / 1254430).

Das Konzert steht unter dem Motto „Aurea Luce - Betrachtungen zum Credo“. Für das Konzert wurden Werke ausgewählt, die die einzelnen Abschnitte des christlichen Glaubensbekenntnisses musikalisch beleuchten. Die Gesänge stammen u. a. von Hans Leo Hassler, Francesco Guerrero, Antonio Lotti, Thomas Tallis und William Byrd.

Geplant sind folgende Musikstücke (Änderungen bleiben vorbehalten):

Credo in unum Deum

Hans Leo Hassler (1564 – 1612)
Credo
aus der Missa octo vocum

Et in unum Dominum
Jesum Christum

Josquin Des Prez (1450 – 1521)
O bone e dulcis
Quodlibet a 4 voci

Deum de Deo, Lumen de lumine

Francesco Guerrero (1528-1599)
Aurea luce a 4 voci

Per quem omnia facta sunt

Jacob Clement (1510 – 1555
Ego flos campi
a 7 voci

Et incarnatus est

Hans Leo Hassler (1564 – 1612)
Verbum Caro factum est
a 6 voci

Cruxifixus etiam pro nobis

Antonio Lotti (1667 – 1740)
Crucifixus
a 8 voci

Et resurrexit tertia die

nach dem Paderborner Gesangbuch von 1609
Resurrexit Dominus a 8 voci

Et in spiritum Sanctum

Tomas Luiz de Victoria (1548 – 1611)
Veni Creator Spiritu a 4 voci

Confiteor unum baptisma
in remissionem peccatorum

Thomas Tallis (1505 – 1585)
Suscipe quaeso
a 7 voci

Et expecto resurrectionem mortuorum

William Byrd (1543 – 1623)
Diliges Dominum a 8 voci

"Ein Musikereignis ersten Ranges." – "Ausdruck, Tonsprache, Chorklang: Alles stimmig und bis in die letzten Facetten hochvirtuos." – "Das Ensemble ließ keinen Wunsch offen an klanglichem Raffinement." – So urteilte die Presse über die jüngsten Konzerte des ERANOS-Ensembles mit mehrchörigen Vokalwerken von Hans Leo Hassler und Thomas Tallis.

Das ERANOS – Ensemble für Alte Musik besteht aus einer Vokalgruppe von acht Sängerinnen und Sängern, zu der je nach Programm Instrumentalisten mit historischem Instrumenten und weitere Sänger hinzutreten. Schwerpunkt des Ensembles ist die Musik des 15. bis 17. Jahrhunderts. Konzertreisen nach Dänemark, Schweden, Österreich und in die Schweiz, sowie mehrere CD-Veröffentlichungen haben dem Ensemble zu internationaler Beachtung verholfen.

Leiter des Ensembles ist Frank Löhr, Professor für Dirigieren an den Musikhochschulen Hamburg und Hannover. Dozenten wie David Hurley (King’s Singers), Peter Philipps (Tallis Scholars), Rogers Covey-Crump (Hilliard-Ensemble) und Robert Hollingworth, die mit den Sängern des Eranos-Ensembles arbeiteten, gaben dem Ensemble prägende Impulse für seine musikalische Entwicklung.

Der altgriechische Name des Ensembles steht in seinem Bedeutungs-kontext von „Zusammenkunft“ und „Freundschaftsmahl“ sowohl für den kommunikativen Aspekt des Musizierens wie für den harmonisierenden gemeinsamen Gewinn an musikalischer Erkenntnis, der durch die besondere Verbindung von Musizieren und wissenschaftlichem Diskurs entsteht. Rückwärts gelesen ergibt er das italienische Wort für „klingen“: sonare.

Mitglieder des ERANOS - Ensembles sind:

Marina Szudra, Sopran
Susanne Decker, Sopran
Johannes Euler, Altus
Frank Löhr, Altus
Florian Lohmann, Tenor
Florian Neubauer, Tenor
Hans Hermann Jansen, Bariton
Johannes Lenz, Bass