„Basisgemeinden in Südamerika"

Informationsveranstaltung zur Adveniat-Aktion 2012

Julian Marcelino Cruz Alarcón kommt am 8. Dezember ins Liborianum. Im Mittelpunkt der diesjährigen Adveniat-Aktion stehen Kirchliche Basisgemeinden in Lateinamerika. Unter dem biblischen Leitwort „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen" (Mt 18,20) stellt Adveniat diesen Pastoralansatz vor, der auch in Deutschland Wege aufzeigen kann, als Kirche vor Ort lebendig zu sein.

Im Vorfeld der Adveniat-Aktion wird Julian Marcelino Cruz Alarcón aus Bolivien am Samstag, 8. Dezember 2012, um 15 Uhr in der Bildungsstätte Liborianum
(An den Kapuzinern 5-7, Paderborn) zu Gast sein und die Arbeit der Kirchlichen Basisgemeinden in seiner Heimat vorstellen. Anschließend soll im Gespräch mit ihm danach gefragt werden, welche Impulse sich aus dem südamerikanischen Ansatz für die kirchliche Entwicklung im Erzbistum Paderborn ableiten lassen. Veranstalter sind das Referat Weltmission-Entwicklung-Frieden im Erzbischöflichen Generalvikariat und die Bildungsstätte Liborianum. Die Teilnahmegebühr beträgt 5 Euro. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

„Laien, die sich selbst als lebendiger Teil der Kirche ansehen, können verändern, können Lichter setzen in einer Zeit tiefer sozialer und politischer Umbrüche", sagt Marcelo Cruz, der die gut 60 Kirchlichen Basisgemeinden der Peripherie von La Paz koordiniert. Es sind vor allem Bauern aus der indigenen Bevölkerung, die hier am Rand der Gesellschaft leben. Sie will er wachrütteln, ihnen Hoffnung auf Veränderung und Mitbestimmung geben. „Denn Christen sind nicht einfach nur Menschen des Gebets und der Gottesdienste, sondern müssen ihr Zeugnis auch außerhalb des Kirchengebäudes ablegen."

Im Anschluss an das II. Vatikanische Konzil entwickelte sich in den Ortskirchen Lateinamerikas eine lebensnahe Art, Kirche zu sein. Auf der Suche, die Nachfolge Christi überzeugend zu leben, schlossen sich Frauen und Männer jeden Alters zusammen und bildeten lebendige Gemeinschaften vor Ort. Diese Biotope des Glaubens wurden in Lateinamerika bekannt als Comunidades Eclesiales de Base, Kirchliche Basisgemeinden. Bis heute sind sie Quelle einer missionarischen Kirche. Sie verknüpfen Gottesdienst, Gebet und geistliches Leben mit gesellschaftlichem Engagement. Glaube und Leben kommen hier in eine fruchtbare Beziehung.