Mut ist, zu geben, wenn alle nehmen

Gespräch mit Bischof Giuseppe Filippi aus Uganda

Im Mittelpunkt der diesjährigen MISEREOR-Fastenaktion steht das Thema "Hunger und Ernährung". Der Unterernährung in einem Teil der Welt steht die krasse Über- und Fehlernährung in einem anderen Teil gegenüber. Die Zusammenhänge sollen bei der Fastenaktion aufgezeigt und bewusst gemacht werden. Ein besonderer Augenmerk wird dabei in diesem Jahr auf das Land Uganda im Herzen Afrikas gerichtet sein.

Aus Uganda dringen nur wenige Informationen nach Deutschland. Einige verbinden Uganda vielleicht mit Kaffee, dem Exportschlager des Landes, oder träumen vom malerischen Victoria-See. Uganda ist ein sehr facettenreiches Land, doch mit großen Unterschieden: Denn die Voraussetzungen für ein gutes Leben in Würde sind je nach Region sehr unterschiedlich. Während der Norden äußerst vernachlässigt ist, gleicht der Süden mancherorts schon einer grünen Oase. Gemeinsam ist den Menschen jedoch die Abhängigkeit von der Landwirtschaft: Rund 82 Prozent der Bevölkerung bestreiten ihren Lebensunterhalt mit ihren Ernteerträgen. Umso härter trifft sie der Klimawandel, der den gesamten Binnenstaat vor große Herausforderungen stellt.

Im Rahmen der MISEREOR-Fastenaktion wird Bischof Giuseppe Filippi  am Samstag, 15. März, um 15.00 Uhr im Liborianum zu Gast sein und die pastorale und gesellschaftliche Situation in Uganda vorstellen.

Im Anschluss an die Veranstaltung im Liborianum wird er um 18.00 Uhr im Hohen Dom der abendlichen Eucharistiefeier vorstehen.

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Bischof Filippi wurde in Italien geboren und lebt seit 1975 in Afrika. Er ist Comboni-Missionar und seit 2009 Bischof der Diözese Kotido. Im Gebiet seiner Diözese ist die Hälfte der Bevölkerung katholisch. Der Klimawandel und Dürreperioden führen immer wieder zu Ernteausfällen. Die Folgen für die Menschen ist der Hunger. Das verfügbare Wasser reicht für die Landwirtschaft nicht aus. Daher ist die Zucht von Schafen und Ziegen eine wichtige Einkommensquelle für die Bevölkerung. Für Bischof Filippi und die Diözese ist es von besonderer Bedeutung, dass die Menschen lernen, wie sie trotz des Klimawandels ausreichend Ernteeinnahmen erzielen können.