Leben zwischen den Mauern

Die Situation im Heiligen Land mit den Augen einer palästinensischen Christin gesehen

Faten Mukarker vor dem Bild ihrer Enkeltochter (c) Stephan Winzek  


In einem beeindruckenden und bewegenden Vortrag erzählte Faten Mukarker, eine palästinensische Christin aus der Nähe von Bethlehem, am 15. November im Liborianum aus ihrem Leben als Kind und Jugendliche in Deutschland und als erwachsene Frau in Palästina. Unter der Überschrift "Leben zwischen den Mauern" stellte sie die Geschichte des palästinensischen Volkes in den zurückliegenden rund 70 Jahren dar. Sie berichtete konkret und ohne Beschönigungen, aber auch gänzlich ohne Feindseligkeit über ihre Wahrnehmung des Konflikts und die Einschränkungen durch die israelische Besatzung in ihrer unmittelbaren Umgebung. Außerdem ging sie auch auf die Lage der Christen als kleine Minderheit in der palästinensischen Gesellschaft ein.

Die Veranstaltung wurde oganisiert in Zusammenarbeit mit der Katholischen Bildungsstätte für Erwachsenen- und Familienbildung (KBS) Paderborn, dem Katholischen Bildungswerk im Dekanat Paderborn e. V. und der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Paderborn e. V.

Zuvor hatte die bekannte palästinensische Friedensaktivistin an einer Tagung im Christlichen Bildungswerk "Die HEGGE" zum Nahostkonflikt und den Zukunftsperspektiven in Israel und Palästina teilgenommen.

Faten Mukarker ist griechisch-orthodoxe Christin. Sie wurde 1956 in Beit Jala bei Bethlehem geboren und ist in Bonn aufgewachsen, da ihr Vater in Deutschland eine Anstellung gefunden hatte. Sie kehrte als 20-Jährige nach Palästina zurück und heiratete dort. Sie lebt jetzt in Beit Jala und hat zwei Söhne und zwei Töchter. Sie hat sich einen Namen als Friedensaktivistin, Reiseleiterin und Buchautorin gemacht.