Adveniat stellt kirchliche Bildungsinitiativen in Lateinamerika vor

Erika Aldunate Loza (Bolivien) zu Gast im Liborianum

Erika Aldunate Loza (c) Adveniat
In diesem Jahr stellt die Bischöfliche Aktion Adveniat kirchliche Bildungsinitiativen in den Mittelpunkt ihrer Jahresaktion. Sie steht unter dem biblischen Leitwort "Anfang der Weisheit ist wahrhaftiger Hunger nach Bildung. Das Ziel der Bildung aber ist Liebe" (Weisheit 6,17).

Das Liborianum und das Referat Weltmission, Entwicklung und Frieden des Erzbischöflichen Generalvikariats greifen dieses Thema am Samstag, 23. November 2013, um 15.00 Uhr mit einer Veranstaltung zur Adveniat-Aktion auf.

Weitere Details zur Veranstaltung: >>>weiter

Die Referentin ist Erika Aldunate Loza (42) aus Bolivien. Sie hat in La Paz und Rom studiert. Seit 2010 absolviert sie ein Promotionsstudium an der Universität Mainz über Marienverehrung und Volksreligiosität in den indigenen Kulturen ihrer Heimat Bolivien. Darüber hinaus gilt sie als Expertin in Fragen der Interkulturalität, Ökumene, Sozialethik und feministischen Theologie. Neben ihrer bereits 13-jährigen Tätigkeit als Dozentin, beispielsweise bei der Bolivianischen Ordenskonferenz und am Priesterseminar in La Paz, engagiert sie sich insbesondere für die Ausbildung von Laien.

Bildungschancen sind in vielen Ländern Lateinamerikas stark von der sozialen Herkunft und den finanziellen Möglichkeiten abhängig. In Chile beispielsweise hat ein privatisiertes Bildungswesen dazu geführt, dass Familien sich hoch verschulden, um ihren Kindern eine gute Ausbildung zu ermöglichen. Armen Kindern bleibt der Zugang von vornherein verwehrt. Kirchliche Initiativen setzen sich daher für mehr Bildungsgerechtigkeit ein, denn Bildung ist langfristig ein wirksamer Schlüssel gegen Armut.

Doch es geht um weit mehr als schulisches Lernen. Bildungsinitiativen der Kirche haben immer den ganzen Menschen im Blick. Ganzheitliches Lernen umfasst daher auch eine Schulung des Herzens und der Seele. Priester und Laien werden befähigt, den Glauben weiterzugeben und für das Leben der Menschen fruchtbar zu machen. Indigene Völker suchen nach Wegen, das überlieferte Wissen der Vorfahren der jungen Generation zu vermitteln, damit die kulturellen Wurzeln und die eigene Identität nicht verloren gehen. Die Kirche unterstützt und begleitet sie dabei.