Tödliche Medizin

Tagung zum Thema des ärztlich assistierten Suizids am 25. April

In den Grundsätzen der Bundesärztekammer zur ärztlichen Sterbebegleitung (2008) heißt es noch ausdrücklich, dass „die Mitwirkung des Arztes bei der Selbsttötung keine ärztliche Aufgabe“ ist. Seitdem ist die Debatte um die Frage einer humanen Sterbebegleitung jedoch weit fortgeschritten und die Position einer liberalen Lösung bis hin zur aktiven Sterbehilfe findet immer mehr Befürworter. Die Brisanz einer solchen Entwicklung ist unübersehbar: Wird der ärztlich assistierte Suizid die gesellschaftlich akzeptierte Antwort auf die Frage der Selbstbestimmung am Lebensende?

Umso wichtiger ist es, den Argumenten gegen eine solche Ausweitung und Dienstbarmachung des ärztlichen Handelns neu Gehör zu verschaffen. Zudem zeigen die Entwicklung der Palliativmedizin und der Hospizdienst auf, in welcher Weise eine humane Sterbebegleitung geleistet werden kann. Denn nicht die schon von F. Nietzsche bemühten „Prediger des schnellen Todes“, sondern allein menschliche Nähe und Zuwendung gewährleisten den Respekt vor der Würde des Menschen – auch an seinem Lebensende.

Diese Thematik greift das Liborianum in Kooperation mit dem Caritasverband für das Erzbistum Paderborn e. V. in einer Veranstaltung am 25. April 2015 (10.00 bis 16.00 Uhr, ab 9.30 Stehkaffee) auf. Sie steht unter der Überschrift "Tödliche Medizin: Suizidhilfe – eine ärztliche Leistung und Aufgabe?"

Referenten sind:

Prof. Dr. med. Axel W. Bauer, Medizin­ethiker an der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg. Er leitet das Fachgebiet Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin.

Prof. Dr. med. Dr. rer.nat. Andreas S. Lübbe, Chefarzt der Palliativstation in der Karl-Hansen-Klinik Bad Lippspringe. Er ist Facharzt für Innere Medizin, Hämatologie und internistische Onkologie.

Domkapitular Dr. Thomas Witt, Vorsitzender des Caritasverbandes für das Erzbistum Paderborn e. V.

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