Das Liborianum als Praktikumsplatz

Ein Rückblick von Simone Mazur

(c) Simone Mazur Im September absolvierte Frau Simone Mazur, eine Studentin der Universität Paderborn, ein vierwöchiges Praktikum im Liborianum. Sie studiert die Fächer Deutsch und Kath. Theologie für das Lehramt an Haupt-, Real- und Gesamtschulen. Bislang kannte sie unser Haus lediglich als den Arbeitsplatz ihrer Mutter Edith Mazur, die im Service-Bereich tätig ist. Nun konnte sie einmal „hinter die Kulissen“ schauen und live miterleben, was sich in der Erwachsenenbildung tut.

Frau Mazur hat einige Eindrücke schriftlich festgehalten und sie uns zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt. Sie schreibt:

Nachdem ich mein vierwöchiges Berufsfeldpraktikum im Liborianum absolviert habe, möchte ich nun mein Schlussresümee ziehen. Zunächst habe ich ein neues Berufsfeld kennengelernt, welches äußerst spannend war. Ich durfte viele Workshops bzw. Tagungen miterleben und sogar mitgestalten.

In der ersten Praktikumswoche habe ich das Seminar „Praxistag Liturgie“ unter der Leitung von Frau Dr. Broszio besucht. Dabei ging es um das „neue Gotteslob als Fundgrube für Wortgottesdienste“. Im Vorfeld hatte Frau Dr. Brosziop mir die Aufgabe gestellt, die Kurzbiographie einiger christlicher Liedautoren zu recherchieren und Lieder im Gotteslob zu interpretieren. Im Seminar durfte ich dann einen eigenen Part übernehmen, in dem ich die Kurzportraits der Autoren und die Interpretationen vorstellen konnte. Nach anfänglicher Nervosität gelang mir ohne Probleme die Eingliederung in das Team; das Referieren hat mir große Freude bereitet.

Im Hinblick auf das didaktisch-methodische Vorgehen, welches ich mir im Vorfeld als Beobachtungsschwerpunkt festgelegt habe, habe ich eine Power-Point-Präsentation vorbereitet und die Seminarteilnehmer, die freudig mitarbeiteten, miteinbezogen.

Die darauffolgenden Praktikumstage verbrachte ich hauptsächlich in diversen Besprechungen und Tagungen, wie beispielsweise der „Pädagogischen Konferenz“, dem „Teamkongress“ oder der Planungsgruppe für den „Ärztetag im Erzbistum Paderborn“. In diesen Sitzungen hatte ich die Möglichkeit, an fachspezifischen Diskussionen teilzunehmen und mein Wissen im Hinblick auf Bildung, und hier besonders mit dem Fokus auf Erwachsenenbildung, zu steigern.

Im Zeitraum vom 15. bis 17.09. habe ich den Workshop von Frau Ulrike Ziesche unter dem Thema „IQUE-Methodentage“ besucht. Dieses Seminar ist ein Angebot speziell für Erzieherinnen, die sich beruflich fortbilden wollen. Die IQUE-Methodentage sind eine Qualifizierung für Leiterinnen von Kindertageseinrichtungen, die mit der IQUE-Qualitätsentwicklung arbeiten. IQUE ist das Konzept einer „Integrierten Qualitäts- und Personalentwicklung“ für die Weiterentwicklung und Sicherung der pädagogischen Qualität und für die Qualifizierung der pädagogischen Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen. Im Zuge der Workshops besuchten wir verschiedene Kindertageseinrichtungen und haben diese im Hinblick auf den Studientag untersucht.

Das Highlight meines Berufsfeldpraktikums war die „Religionspädagogische Jahrestagung“, veranstaltet vom Deutschen Katecheten-Verein, dem Fachverband für religiöse Bildung und Erziehung, und dem Bildungshaus Liborianum. Diese Tagung stand unter dem Motto „Follow me – Zur Bedeutung der Lehrenden in religiösen Lernprozessen in Schule und Gemeinde“, was mich besonders angesprochen hat, da ich mich im Studium der katholischen Theologie befinde. Während der Tagung haben wir uns diverse Vorträge von verschiedenen Dozenten anhören dürfen, die zum Nachdenken angeregt haben.

Alles im Allem kann ich behaupten, dass das Praktikum eine super spannende und interessante Zeit für mich war. Ich kann ein Praktikum im Liborianum nur weiterempfehlen und sagen, dass ich dieses jederzeit wiederholen würde.