Reise des Fördervereins nach Görlitz/Bautzen und in die Lausitz

 

„Ach, Sie auch hier?!“ „Alte Bekannte“begrüßen sich, als wir am Morgen des 17.10.2016 von Paderborn aus mit über 30 Mitgliedern und Gästen des Fördervereins mit dem Reiseveranstalter „Ökumene-Reisen“und unserem Busfahrer – Frank Schornstein – zu einer viertägigen Reise nach Görlitz/Bautzen und das Sorbische Gebiet aufbrechen.

 Auf der Fahrt nach Görlitz werden wir zu wechselnden Landschaften mit geographischen und historischen Anmerkungen der Mitreisenden Dres.Müller und Brütting unterhalten.

 In Görlitz, der östlichsten deutschen Stadt, die an der Neiße liegt und einen polnischen Teil namens Zgorzelec besitzt,steigen wir im zentral gelegenen, aber dennoch nachts ruhigen Hotel „An Goldenen Strauss“ ab, das neben einem (leerstehenden) Jugendstil-Kaufhaus steht. Insgesamt scheint das Altstadtbild von Görlitz mit seinen zahlreichen Zeitungskiosken aus den Fünfzigerjahren des vergangenen Jahrhunderts zu datieren.

 Am nächsten Morgen erwartet uns Herr Steffen Kretschmer, der uns innerhalb der zukünftigen drei Tage begleitet und die Stadtführungen in Görlitz und Bautzen übernimmt. Herr Kretschmer versteht es in den folgenden Tagen, uns qualitätsvoll zu informieren, so dass wir einen genauen Überblick über die Städte und das umgebende sorbische Gebiet gewinnen. Herr Kretschmer gelingt es vor allem, uns durch sein Spiel auf der Orgel im Jawor und seine Textsicherheit hinsichtlich des Riesengebirgsliedes zu beeindrucken.

 In den nächsten Tagen umgibt uns eine Fülle von fremdartigen Bildern: schön renovierte, teilweise vergoldete Portale an grundlegend wiederhergestellten Bürgerhäusern aus Renaissance und Barock in den Altstädten von Görlitz und Bautzen, Emporen für die Zuhörerschaft in Evangelischen Kirchen beim nun beginnenden deutschsprachigen Gottesdienst nach der Reformation, die weitläufigen barocken Klosteranlagen in Grüssau und St.Marienthal mit erstaunlichen Hochwassermarken für Überschwemmungen, ein sämtliche Sinne erfüllendes Orgelkonzert in der Görlitzer St.Peter und Pauls-Kirche, der ausgedehnte Spaziergang durch den auf der Grenze liegenden Park des Fürsten Pückler in Muskau sowie der abschließende Abend in der Kunstmühle Ludwigsdorf an Rande von Görlitz mit seinem üppigen Buffet.

 Herrn Schornstein ist es zu verdanken, dass wir alle in Paderborn wieder unversehrt gelandet sind.

 Brigitte Brütting