Begegnung mit zwei historischen Orgeln

Bericht über den "Kleinen Wandertag" am 7. Oktober 2017

Um 10:00 Uhr trafen sich 32 Personen (Mitglieder des Fördervereins und einige Gäste) im Bereich des Orgelmuseums Borgentreich und wurden von Dekanatskirchenmusiker Jörg Kraemer empfangen.

Herr Kraemer spielte für uns nicht nur die Orgel, die sich in der benachbarten Kirche St. Johannes Baptist hinter einem originalen barocken Prospekt befindet und aus dem ostwestfälischen Augustinerkloster Dalheim auf verschlungenen Wegen nach Aufhebung des Klosters im Jahre 1803 für Borgentreich erworben wurde; er leitete uns zunächst auch mit Sachkunde durch das Orgelmuseum, das grundsätzlich Exponate mit der Aufforderung verbindet "Berühren erlaubt". Dementsprechend wurden Tasten gedrückt, Funktionsmodelle in Gang gesetzt und Klaviaturen betätigt. So erfuhren wir einiges über das Innenleben von Orgeln und wurden Zeugen vom „Wind“, der zu den Pfeifen gelangte und große Klangtheken mit Leben erfüllte.

Aufmerksame Zuhörerinnen und Zuhörer fand Josef Fuhrmann in der Abteikirche Marienmünster. (c) Stephan Winzek Von Borgentreich ging es weiter nach Marienmünster. Nachdem wir dort in der Klosterschänke die Mittagsmahlzeit eingenommen hatten, besichtigten wir die Abteikirche St. Jakobus d.Ä. und St. Christopherus. Die Führung übernahm Herr Josef Fuhrmann. Er erklärte den geschichtlichen Werdegang der Benediktinerabtei seit der Gründung im Jahre 1127, mit ihrer Blütezeit im 12. und 13. Jahrhundert, der Plünderung durch den Tollen Christian, der Zerstörung und den Wiederaufbau und den Übergang der Klosteranlage 1803 in den Besitz des Königreiches Preußen. Anschließend ließ er die in den Jahren 1736-1738 von Johann Patroclus geschaffene Orgel erklingen.

Beim anschließenden Rundgang durch das Klostergelände erklärte Herr Fuhrmann die heutige Nutzung der Anlage. Wir erreichten sodann das vor kurzem eröffnete Besucherzentrum, welches einen Einblick in die kulturelle Landschaft in und um Marienmünster verschafft. Mit anschließendem Kaffee und Kuchen in der gemütlichen Klosterschänke endete dann der "Kleine Wandertag" 2017.

(Brigitte Brütting / Ferdinand Gemke)